
Top-Filter in der Fotografie: Filter, die Ihre Fotos verändern werden
Ein gutes RAW-Bild aufzunehmen und gleichzeitig die Nachbearbeitungszeit zu reduzieren, ist wahrscheinlich der Traum jedes Fotografen. Genau deshalb werden Kamerafilter auch heute noch von so vielen Fotografen eingesetzt. Manche Filtereffekte lassen sich zwar digital nachbilden, wenn Sie diesen Weg bevorzugen, andere sind jedoch nach wie vor unersetzlich. Schauen wir uns also an, welche Objektivfilter in der Fotografie echte Must-haves sind und welche eher „nice to have“ sind.
4 Must-have Filter in der Fotografie
1. Polfilter (CPL)
Ein CPL-Filter wird in der Fotografie eingesetzt, um polarisiertes Licht zu blockieren. In der Praxis bedeutet das drei Dinge, die Fotografen besonders schätzen:
- Reflexionen entfernen
- blauen Himmel intensivieren
- Farben auf natürliche Weise verstärken
Ein Polfilter reduziert Spiegelungen auf nichtmetallischen Oberflächen wie Wasser, Glas oder nassen Blättern. Wenn Sie schon einmal einen See fotografiert haben und wegen der Reflexionen nicht hindurchsehen konnten, löst ein Polfilter dieses Problem sofort. Dasselbe gilt für Schaufenster, Autolack oder Laub nach einem Regenschauer.
Außerdem sorgt er für sattere Himmelsfarben und klarer definierte Wolken, ohne künstlich zu wirken. Im Gegensatz zu starker Bildbearbeitung entsteht der Effekt direkt in der Kamera.
Für Landschafts-, Reise-, Natur- und sogar Stadtfotografie ist ein Polfilter oft der erste Filter, den Fotografen kaufen. Und im Gegensatz zu vielen Effekten, die sich „irgendwie“ in der Nachbearbeitung nachstellen lassen, können Reflexionen meist nicht wirklich sauber entfernt werden.
Wenn Sie sich ein Set an Objektivfiltern für die Fotografie zusammenstellen, sollten Sie hier beginnen.
Unsere meistverkauften CPL-Filter von Kase:
2. ND-Filter
Ein ND-Filter (Neutraldichtefilter) reduziert die Lichtmenge, die auf Ihren Sensor trifft, ohne die Farben des Bildes zu verändern.
Warum sollte man weniger Licht wollen? Weil Sie so auch bei hellen Bedingungen die volle Kontrolle über Verschlusszeit und Blende behalten. Ohne ND-Filter ist Langzeitbelichtung bei Tageslicht nahezu unmöglich, da das Bild sonst überbelichtet wäre.
Ein ND-Filter ermöglicht es Ihnen:
- Langzeitbelichtungen am Tag umzusetzen
- Wasser seidig weich darzustellen
- ziehende Wolken einzufangen
- mit offener Blende bei hellem Sonnenlicht zu fotografieren
Für die Landschaftsfotografie ist er ein absolutes Must-have. Auch für natürliche Bewegungsunschärfe in Videos ist ein ND-Filter essenziell. Selbst Porträtfotografen nutzen ND-Filter, um bei starkem Tageslicht mit f/1.4 zu fotografieren, ohne Highlights ausbrennen zu lassen.
Unter allen Objektivfiltern, auf die sich Fotografen verlassen, ist der ND-Filter vermutlich das kreativste Werkzeug mit klar technischem Hintergrund.
Beliebte ND-Filter von Kase:
3. Grauverlaufsfilter (GND)
Im Gegensatz zu einem normalen ND-Filter, der das gesamte Bild abdunkelt, reduziert ein GND-Filter nur einen Teil des Bildes, meist den Himmel.
Damit lösen Sie eines der größten Probleme in der Landschaftsfotografie: heller Himmel + dunkler Vordergrund = irgendwo gehen Details verloren.
Belichten Sie auf den Vordergrund, wird der Himmel weiß. Belichten Sie auf den Himmel, wird der Vordergrund zu dunkel. Ein GND-Filter gleicht diesen Helligkeitsunterschied direkt in der Kamera aus, indem er nur den helleren Bereich abdunkelt.
Ohne Filter müssten Sie Belichtungsreihen aufnehmen und später zusammenfügen. Ein GND-Filter spart jedoch Zeit in der Nachbearbeitung, sorgt für natürlichere Übergänge und vermeidet einen typischen HDR-Look.
Für Sonnenauf- und -untergänge sowie kontrastreiche Szenen ist er einer der wirkungsvollsten Objektivfilter überhaupt.
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4. UV-Filter
Ursprünglich wurden UV-Filter entwickelt, um ultraviolettes Licht zu blockieren, das bei analogen Filmen für Dunst sorgte. Bei modernen Digitalkameras ist dieser Effekt weniger relevant. Warum gilt er dennoch als sinnvoller Filter?
Ein UV-Filter schützt die Frontlinse Ihres Objektivs vor Kratzern, Staub, Sand, Salzwasser und versehentlichen Fingerabdrücken. Besonders in anspruchsvollen Umgebungen wie am Strand, in den Bergen oder in der Stadt dient er als zusätzliche Schutzschicht, die im Zweifel deutlich günstiger zu ersetzen ist als das Objektiv selbst.
Nicht jeder Fotograf nutzt ihn dauerhaft, aber für Reise- und Outdoor-Fotografie ist er absolut sinnvoll. Gerade für Einsteiger ist er oft der einfachste und praktischste Einstieg in die Welt der Filter in der Fotografie.
Beliebte UV-Schutzfilter von Kase
Kreative filter in der Fotografie
Diese Filter sind nicht für jeden Fotografen unverzichtbar, können bestimmten Bildstilen jedoch eine besondere Charakteristik verleihen.
Astro-Filter
Astro Neutral Night Filter wurden speziell für die Astrofotografie entwickelt. Sie reduzieren Lichtverschmutzung und erhöhen den Kontrast am Nachthimmel, sodass Sterne klarer hervortreten. Wenn Sie in Gebieten mit künstlicher Beleuchtung fotografieren, kann dieser Filter Ihre Ergebnisse deutlich verbessern.
Auch in der nächtlichen Stadtfotografie wird ein Astro-Filter häufig eingesetzt. Für Nachtfotografen kann er den Unterschied zwischen einem flachen und einem detailreichen Himmel ausmachen.
Unsere Filter für die Astrofotografie entdecken
Black Mist Filter
Black Mist Filter reduzieren Kontraste leicht und erzeugen einen dezenten Glow-Effekt in den Lichtern.
Sie werden häufig in der Porträtfotografie und bei cineastischen Videos eingesetzt. Das Ergebnis sind weichere Hauttöne, harmonischere Lichtverläufe und ein leicht verträumter Look, ohne die Schärfe vollständig zu verlieren.
Im Gegensatz zu starker Nachbearbeitung interagiert der Glow eines Black Mist Filters natürlich mit den Lichtquellen im Bild. Das lässt sich in der Postproduktion nur schwer exakt nachbilden.
Für Fotografen, die direkt aus der Kamera einen atmosphärischeren Look erzielen möchten, ist dieser Filter ein wirkungsvolles kreatives Werkzeug.
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Sternfilter
Ein Sternfilter, auch Star-Burst-Filter genannt, erzeugt sternförmige Lichtstrahlen rund um helle Lichtquellen. Dieser Effekt ist besonders beliebt bei:
- Nachtaufnahmen in der Stadt
- festlichen Szenen
- Straßenfotografie
- kreativen Porträts mit Lichtern im Hintergrund
Zwar lassen sich durch starkes Abblenden ebenfalls Sterneffekte erzeugen, ein spezieller Sternfilter sorgt jedoch für ein deutlich intensiveres und stilisierteres Ergebnis.
Er gehört nicht zum Standardrepertoire in jeder Fotosituation. Wenn Sie jedoch gezielt mit Lichtquellen arbeiten und diesen funkelnden Effekt wünschen, liefert ein Sternfilter das Ergebnis direkt in der Kamera.
Unsere Star-Filter entdecken
Welchen Filter benötigen Sie für Ihre Fotografie?
Wenn Sie die Vielzahl an Filtern in der Fotografie zunächst überfordert, hilft Ihnen diese Übersicht dabei, je nach Genre die passenden Optionen auszuwählen:
| Fotografie-Genre | Am häufigsten verwendete Filter | Optional |
|---|---|---|
| Landschaftsfotografie | ND-Filter, GND-Filter, Polfilter | UV-Filter |
| Porträtfotografie | Black Mist Filter | ND-Filter, Polfilter |
| Nachtfotografie | Astro-Filter | Sternfilter, ND-Filter |
| Stadtfotografie | Polfilter, ND-Filter | Sternfilter, Black Mist Filter |
| Reisefotografie | Polfilter, ND-Filter | UV-Filter |
Fazit: Filter sind in der Fotografie weiterhin sinnvoll
Objektivfilter sind keine Relikte aus der Analogzeit. Filter in der Fotografie sind auch heute noch praktische Lösungen für reale Lichtsituationen.
Der größte Vorteil von Filtern in der Fotografie ist einfach: Sie kontrollieren das Licht, bevor es auf den Sensor trifft. Manche Effekte lassen sich später bearbeiten, andere nicht. Und selbst wenn es möglich ist, spart ein optimiertes Ausgangsbild Zeit und erhält die maximale Bildqualität.
Wenn Sie Ihr Filter-Set aufbauen, starten Sie mit einem UV-Schutzfilter und einem Polfilter. Anschließend können Sie Ihr Equipment je nach Genre und kreativen Zielen gezielt erweitern.
Benötigen Sie Unterstützung bei der Wahl des richtigen Filters für Ihren Stil? Unser Team berät Sie gerne persönlich.
